• Deutsch
  • English
  • Español
Thema 2026

Thema 2026

Erklär's mal einfach

Weltmacht & Wirklichkeit – Globale Ordnung im Wandel

Macht, Akteure und neue globale Ordnung

Die globale Ordnung befindet sich im Umbruch. Alte Machtverhältnisse geraten ins Wanken, neue Akteure treten auf den Plan, internationale Institutionen gewinnen oder verlieren an Einfluss.

 

Zu den zentralen Akteuren gehören:

  • Traditionelle Mächte: G7-Staaten (USA, Deutschland, Frankreich, Japan usw.)
  • Aufstrebende Mächte: BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika)
  • Internationale Institutionen: UN, WTO, IWF, Weltbank
  • Private Akteure: Globale Konzerne, Finanzinstitutionen, NGOs

Die „neue globale Ordnung“ beschreibt die Machtverschiebungen und Prozesse, durch die Regeln, Normen und Ressourcen weltweit verteilt werden.

 

Perspektive des Globalen Südens

Definition Globaler Süden:

Regionen, die historisch, wirtschaftlich und politisch weniger Einfluss auf globale Entscheidungsprozesse haben – z. B. Länder Afrikas, Lateinamerikas, Asiens und Ozeaniens.

Menschen aus diesen Regionen erleben die Entscheidungen der Weltordnung direkt – sei es durch Klimafolgen, Rohstoffausbeutung, Schuldenlasten oder Migration. Ihre Perspektiven und Meinungen werden häufig unterrepräsentiert, obwohl sie direkt betroffen sind.

 

Wahrnehmung und mediale Darstellung

Die Wahrnehmung der globalen Ordnung wird stark durch Medien beeinflusst. Oft berichten sie aus der Perspektive mächtiger Staaten oder wirtschaftlicher Akteure.

Folge: Bestimmte Narrative dominieren, während die Stimmen marginalisierter Gruppen unsichtbar bleiben. Transparente und kritische Medien sind entscheidend, um Machtverhältnisse zu hinterfragen.

 

Folgen einer ungleichen Weltordnung

Wenn die Weltordnung nicht für alle ordnet, entstehen weitreichende Konsequenzen:

  • Verstärkte soziale und wirtschaftliche Ungleichheit
  • Konflikte um Ressourcen, Umwelt und Handel
  • Migration und erzwungene Mobilität
  • Politische Instabilität und Vertrauensverlust in staatliche Institutionen
  • Umweltzerstörung und Missachtung globaler Verantwortung

 

Handlungsfelder

Regierung / Staat:

  • Förderung von Gesetzesänderungen zur Schaffung klarer Regeln und Strukturen
  • Stärkung von Transparenz, Kontrollmechanismen und Beteiligung
  • Internationale Kooperation zur Lösung globaler Probleme

Privater Sektor:

  • Förderung fairer Wettbewerbsbedingungen
  • Bekämpfung von Monopolisierung und Machtkonzentration
  • Verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und Arbeitsbedingungen

Medien & Kommunikation:

  • Transparente Berichterstattung und Kontrolle von Akteuren
  • Aufdeckung von Ungerechtigkeiten und Machtmissbrauch

Gesellschaft / Zivilgesellschaft:

  • Ständiger Druck auf Entscheidungsträger
  • Engagement, Partizipation und öffentliche Diskussion
  • Sichtbarmachung der Interessen marginalisierter Gruppen

 

Zentrale Fragen der neuen Weltordnung

  • Wer ordnet die Welt – und wer wird dabei vergessen?
  • Wessen Interessen bestimmen die globale Agenda?
  • Welche Verantwortung tragen mächtige Staaten, Konzerne und Institutionen?
  • Inwieweit werden die Interessen und Bedürfnisse des Globalen Südens berücksichtigt?
  • Wie wird die Weltordnung wahrgenommen und medial dargestellt?
  • Welche Hoffnungen, Widerstände und Alternativen gibt es?

Slide